Wyman Worldwide Health Partners

Wyman Worldwide Health Partners

In 2004 Oliver Wyman founder Bill Wyman, and his wife, Ro, launched Wyman Worldwide Health Partners (WWHPS) to make a difference in the lives of Rwandans. It has also made a difference in the lives of the Oliver Wyman people who have joined them.

<p><b>Zach</b>, Berater im Bereich Financial Services, war eine der Schlüsselpersonen bei der Entwicklung von CCHIPs (Comprehensive Community Health Initiatives &amp; Programs). Er verbrachte im Rahmen eines Non-Profit-Fellowship von Oliver Wyman zwei Jahre in Ruanda.</p>

Zach, Berater im Bereich Financial Services, war eine der Schlüsselpersonen bei der Entwicklung von CCHIPs (Comprehensive Community Health Initiatives & Programs). Er verbrachte im Rahmen eines Non-Profit-Fellowship von Oliver Wyman zwei Jahre in Ruanda.

AUSGANGSLAGE

Alles begann mit einer Idee von Ro: Sie wollte unbedingt der Bevölkerung Ruandas helfen – ein Land, in dem das Gesundheitssystem durch den Völkermord 1994 schweren Schaden erlitten hatte. 2006 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann Bill Wyman im Shingiro Health Center die Comprehensive Community Health Initiatives & Programs (CCHIPs). Ein kleines Team entwickelte und testete dort Ideen mit dem Ziel, ein umfassendes, nachhaltiges und reproduzierbares Modell zur Verbesserung der Gesundheitszentren im gesamten ländlichen Raum von Ruanda zu entwickeln.

WIRKUNG

  • Shingiro entwickelte sich von einem der schlechtesten Gesundheitszentren in seinem Bezirk – ohne fließendes Wasser, ohne Strom, ohne Medikamentenvorräte und ohne effektive Verwaltungssysteme – zu einem der besten.
  • Zunehmende Nutzung und ein besseres Finanzmanagement verhalfen Shingiro zu einer Verdopplung der Umsätze. Zugleich sanken die nicht-medizinischen Kosten deutlich. Hatte das Zentrum vorher große Schwierigkeiten, die Löhne zu bezahlen, konnte es jetzt zum ersten Mal eine Barreserve aufbauen.
  • Die Anzahl der Arztbesuche erhöhte sich in Shingiro um 65 Prozent gegenüber einem Bezirksdurchschnitt von 13 Prozent. Die Geburtenzahl stieg um 42 Prozent, während sie im restlichen Bezirk durchschnittlich um 15 Prozent fiel.
  • Shingiro wurde von der ruandischen Regierung als das beste Gesundheitszentrum in Msuanze eingestuft.

ZUR PERSON

Zach, Berater bei Oliver Wyman im Bereich Financial Services, war eine der Schlüsselpersonen bei der Entwicklung von CCHIPs. Er verbrachte im Rahmen eines Non-Profit-Fellowship von Oliver Wyman zwei Jahre in Ruanda.

Als ich im Bereich Financial Services bei Oliver Wyman anfing, habe ich nicht im Traum daran gedacht, dass ich bei einem Gesundheitsprojekt in Ruanda landen würde. Die größte Herausforderung war für mich, mich in der fremden Umgebung einzugewöhnen. Ich konnte die Sprache nicht, und die Kultur war so ganz anders als alles, was ich bis dahin kannte. In Ruanda geht nichts nach Plan, man muss dauernd improvisieren und Entscheidungen unter Druck treffen. Zum Glück kam ich in ein unglaublich kompetentes Team von Ruandern unter der Führung von Project Director Jeanne d'Arc. Und Bill und Ro standen mir im Rahmen von wöchentlichen Anrufen und regelmäßigen Besuchen stets mit Rat und Tat zur Seite.

Monatelang setzen wir uns intensiv mit der Funktionsweise des Shingiro Health Center auseinander. Mit wachsendem Wissen probierten wir Ideen zur Verbesserung der Betriebsabläufe aus. Wir konzentrierten uns dabei auf Veränderungen, die auch ohne unsere laufende Unterstützung Bestand haben und in anderen Gesundheitszentren reproduziert werden können.

Durch wöchentliche Meetings mit den Mitarbeitern trugen wir zur Verbesserung der Verwaltungssysteme, der medizinischen Abläufe, des Community-Engagements und der Programme zur Gesundheitsvorsorge bei. Fortlaufend dokumentierten wir dabei unsere Arbeit und nutzten die gemachten Erfahrungen bei der Entwicklung einer einheitlichen Strategie.

Ende Februar 2011 stellten Bill und Jeanne d'Arc das CCHIPs-Modell einer Gruppe von Beamten des Gesundheitsministeriums vor. Das Ministerium war vom Ansatz des Programms beeindruckt. Es regte an, dass CCHIPs seine Expansion zurückstellen und stattdessen das Jahr 2011 nutzen sollte, um gemeinsam mit führenden Beamten die Vorgehensweisen und Bildungsmaßnahmen des Ministeriums in das CCHIPs-Modell einzubauen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sollte ein integrierter Ansatz definiert werden, der letztlich im ganzen Land eingeführt werden kann.

WAS MACHT ZACH HEUTE

Seit seiner Rückkehr nach New York arbeitet Zach wieder als Berater bei Oliver Wyman. Er ist Mitglied des Board of Trustees von Wyman Worldwide Heath Partners.

WENDEPUNKT

Laut Zach ist der Durchbruch der Idee eines Leadership-Development-Beraters zu verdanken. „Er machte uns klar, dass wir neben der Sanierung der Infrastruktur, die unbedingt notwendig war, auch ein besseres Modell für die Ausbildung der Mitarbeiter des Gesundheitszentrums entwickeln müssen."

Diese Erkenntnis klang einfach, führte aber zu einem echten Perspektivenwechsel: „Wir hatten die regelmäßigen Meetings mit den Mitarbeitern von Shingiro gar nicht als Schulungen begriffen. Also machten wir uns daran, auf Basis unserer Erfahrungen eine umfassende Schulungsstrategie zu entwickeln, die in mehreren Gesundheitszentren gleichzeitig angewendet werden konnte.“

Im Mai 2010 kam ein Team von Leadership Development (heute Mercer Leadership Development) nach Ruanda, um das CCHIPs-Team im Rahmen eines einwöchigen Seminars in der Entwicklung effektiver Trainingsmodule zu schulen. In den Folgemonaten erstellte das Team Schulungsunterlagen und optimierte und standardisierte den Ansatz weiter.

Dieser Input kam zum idealen Zeitpunkt. Mitte des Jahres zog CCHIPs die Aufmerksamkeit von Regierungsbeamten und anderen NGOs auf sich, die sich fortan mit der Entwicklung ländlicher Gesundheitszentren befassten.

UPDATE

Politische Unruhen zwangen WWHPS zum Rückzug aus Ruanda, gerade als die Organisation ihre Strategie in anderen Bezirken implementieren wollte. Derzeit prüft die Organisation, wie sie ihren Ansatz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgungssysteme in anderen Ländern verwirklichen kann. Startet sie mit der Umsetzung, steht ihr Oliver Wyman auch dabei zur Seite.

<p>Arbeit mit Jeanne d'Arc im Project House.</p>

Arbeit mit Jeanne d'Arc im Project House.

<p>Trotz unseres Fokus auf Entwicklung und Erweiterung des CCHIPs-Modells verloren wir nie unsere eigentliche Mission aus den Augen, nämlich die Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung von Ruanda.</p>

Trotz unseres Fokus auf Entwicklung und Erweiterung des CCHIPs-Modells verloren wir nie unsere eigentliche Mission aus den Augen, nämlich die Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung von Ruanda.