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Wholesale Banks and Asset Managers – Learning to Live with Less Liquidity

Wie Geschäftsmodelle an weniger Liquidität angepasst werden können

Quantitative Easing, Finanzregulierung und Veränderungen in der Marktstruktur sind das Herzstück einer fundamentalen Verschiebung der Liquiditätsrisiken von Banken hin zu Investoren. Die diesjährige gemeinsame Studie von Oliver Wyman und Morgan Stanley untersucht die Implikationen dieser Verschiebungen auf die Geschäftsmodelle und gewinnbringende Strategien im Wertpapiergeschäft.

Asset Manager müssen mit weitaus weniger und deutlich teurerer Liquidität sowie mit wesentlich strengeren Regulierungsvorgaben arbeiten. Infolgedessen werden sie ihre Prozesse und Produktstrategien anpassen müssen.

Für Investmentbanken ist das Überdenken ihrer Betriebsmodelle die Chance, um langfristig die Rendite wieder zu verbessern. Einige Investmentbanken müssen zudem schwierige strategische Entscheidungen treffen, während sie sich an strukturelle und zyklische Veränderungen beim Klientel und den Ertragsmöglichkeiten anpassen.

Die  Rolle von Market Infrastructure-Anbietern wird weiterhin unscharf sein. Sie versuchen, neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen, während sie gleichzeitig mit steigenden Risiken und wachsendem Ertragsdruck umgehen müssen.

Wholesale Banks and Asset Managers – Learning to Live with Less Liquidity

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Christian Edelmann Beantworten 3 Fragen
  • 1Worum geht es in der diesjährigen Studie?

    Die diesjährige Studie untersucht, wie das Zusammenspiel von Quantitative Easing (QE), Regulierung im Finanzsektor und Veränderungen in der Marktstruktur eine deutliche Verschiebung des Liquiditätsrisikos von Banken hin zu Investoren bewirkt. Außerdem wird beleuchtet, welche dauerhaften Auswirkungen dies auf Geschäftsmodelle von Banken, Asset Managern und Marktinfrastrukturanbietern hat.

  • 2Was sind die Implikationen für Banken?

    Der aktuelle zyklische Abschwung, das Festhalten an subkritischen Geschäftsfeldern während der letzten 5 Jahre und die geringen Möglichkeiten zu Preisanpassungen haben einen unmittelbaren Ertragsdruck verursacht. Der wiederum zwingt Banken zu weiteren strategischen Einschnitten. Infolgedessen könnten nach unseren Schätzungen bis zu 5 Prozent Marktanteile frei werden. Das wäre ungefähr soviel wie durch Marktaustritte zwischen 2010 und 2014 aufgegeben wurde. Banken könnten durch eine fundamentale Reform ihrer Geschäftsmodelle eine Verbesserung von 25 Prozent des branchenweiten Vorsteuerergebnisses erreichen. Die Aufmerksamkeit verschiebt sich in Richtung Back- und Middle Office-Funktionen. Hier werden Banken über 5 Mrd. US-Dollar an IT-Budget für die Verbesserung von Plattformen investieren müssen.

  • 3Wie sieht die Situation für Asset Manager aus?

    Unserer Ansicht nach unterschätzt die Branche das bestehende Conduct-Risiko. Mit dem Kostendruck, der aus der sinkenden Liquidität resultiert, können die meisten Asset Manager noch umgehen. Doch die größere Sorge sollten die Kapitalausstattung sowie Governance- und Prozessreformen sein. Im Gegensatz zu weitverbreiteten Annahmen, könnten ETFs in liquiden Assetklassen profitieren, wie auch Anbieter mit längerfristig orientierten Anlegern. Außerdem profitieren diejenigen, die Technologie einsetzen, um die Größe ihrer Mandate zu managen.