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Das große Ganze

Nutzen und Grenzen eines Verhaltenskodexes für Restrukturierung

Restrukturierungsstudie 2016

Das Umfeld einer Restrukturierung ist extrem dynamisch. Typischerweise liegen heterogene Interessenlagen vor, die Abläufe sind kaum planbar und die handelnden Parteien folgen teilweise unterschiedlichen Idealen. Kurz gesagt: Es ist nicht immer und allen klar, was in der gegebenen Situation „objektiv richtig“ oder „objektiv falsch“ ist. Dies kann dazu führen, dass eine Restrukturierung am Verhalten einzelner Stakeholder scheitert: So richtig ihnen ihr eigenes Handeln auch erscheinen mag, so falsch kann es bezogen auf das Gesamtinteresse aller Stakeholder sein und diesem massiv schaden.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurden in der Vergangenheit verschiedene Verhaltenskodizes aufgestellt. Doch diesen Kodizes mangelt es in der Praxis teilweise an Akzeptanz. Zudem decken sie nur einen Teil der Stakeholder und Phasen einer Restrukturierung ab.

Die neue Oliver Wyman Studie „Das Große Ganze – Nutzen und Grenzen eines Verhaltenskodexes für Restrukturierung“ beschäftigt sich daher mit der Frage, inwieweit die bestehenden Kodizes zu erweitern sind und welche Voraussetzungen für eine Anwendung in der Praxis erfüllt sein müssen. Sie basiert auf einer exklusiven Befragung von rund 150 Experten von Unternehmen, Kapitalgebern und Beratern.

Als zentrales Ergebnis kann festgehalten werden: Sinnvoll ist ein Verhaltenskodex, der allen an einer Restrukturierung Mitwirkenden Leitlinien für das Handeln in dynamischen Situationen bietet, ohne dabei jedoch die lenkende Hand des Marktes außer Kraft zu setzen.

Sinn und Zweck von Verhaltensregeln

Unethischem Verhalten liegt nicht immer die Absicht zugrunde, dem Interesse der Allgemeinheit bewusst zu schaden.

Vielmehr zeigt sich ein solches Verhalten meist in Grauzonen, in denen klare Vorgaben für ein ethisch und rechtlich einwandfreies Handeln fehlen. Darunter fallen auch oftmals Restrukturierungssituationen. Sie sind extrem dynamisch und die Beteiligten vertreten durchaus heterogene Interessen. In einem solchen Umfeld können Verhaltensregeln helfen, allen Akteuren eine bessere Orientierung für das Handeln im Sinne des Gesamtinteresses zu geben und falsches Verhalten zu vermeiden

Das große Ganze

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