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Das branchenübergreifende Expertenteam von Oliver Wyman unterstützt Kunden nicht nur dabei, die Potenziale digitaler Technologien vollständig auszuschöpfen, sondern auch die strategischen Risiken zu antizipieren und entsprechend gegenzusteuern.

Der Bereich Digital umfasst ein breites Themenspektrum, im Fokus stehen dabei zwei Schwerpunkte:

1. Die Auswirkungen der Wertverschiebung auf Strategie, Organisation, Vision und Leistungen von Unternehmen

2. Mögliche Performancesteigerung durch die Integration und Implementierung neuer Technologien: signifikante Kosteneinsparungen und Umsatzsteigerungen sowie eine höhere Flexibilität

Oliver Wyman zeichnet sich aus durch strategisches Know-how, ein tiefes Verständnis für Performance Improvement und Transformation rund um die Digitalisierung sowie die Fähigkeit, die entscheidenden Enabler digitaler Geschäftsmodelle einzusetzen.

  • Manufacturing Industries

    Neue Technologien sind dabei, das Geschäft von Fertigungsunternehmen zu durchdringen. Verfügbarkeit und Analyse großer Datenmengen, virtuelle Entwicklungsumgebungen und neue Simulationssoftware, breitbandige Konnektivität zur Vernetzung in Echtzeit, Maschine-zu-Maschine-Kommunikation oder 3D-Druck sind nur einige Beispiele für Technologien, die unter dem Stichwort Industrie 4.0 zu einem Innovationsschub führen. Dadurch werden sie ihren Anbietern zweifelsohne einen Wachstumsimpuls bescheren. Doch ihr wahrer Wert liegt in der intelligenten Anwendung durch die Hersteller der Endprodukte: Für sie werden bessere Entscheidungen, effizientere Prozesse und ganz neue Geschäftsmodelle möglich.

    Der wahre Wert der industriellen Digitalisierung wird außerhalb der Produktion gehoben werden. Obwohl in der Fertigung und der Montage eine unmittelbare und signifikante Effizienzsteigerung zu beobachten sein wird, sieht Oliver Wyman einen weitaus stärkeren Effekt in der Optimierung der indirekten Bereiche entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Preissetzung, Engineering, Planung, Anlauf, Einkauf oder auch Qualität, Logistik und Instandhaltung werden in den kommenden zehn bis 15 Jahren eine durch die Digitalisierung getriebene Effizienzverbesserung erleben, die der historischen Produktivitätssteigerung durch die Lean-Bewegung in nichts nachsteht.

  • Bankensektor

    Internet und mobiles Banking sind mittlerweile weitverbreitet. Dennoch ist zu erwarten, dass digitale Technologien noch zu strategischen Veränderungen im Bankensektor führen werden. Da Erfahrungen aus anderen Branchen zeigen, wie Verhaltensweisen von Konsumenten und deren Erwartungen beeinflusst werden können, ist diese Branche besonders reif für eine Digital Disruption.

    Die Kernelemente der Wertschöpfungskette des Bankwesens – inklusive Vertriebskanäle (Filialen, Bankberater, Telefon und klassische Geldausgabeautomaten), Produkte und Prozessinfrastruktur sind von dieser Digitalisierungswelle betroffen.

    Traditionelle Wettbewerber im Bankensektor stehen vor dem Dilemma, den Übergang zu einem neuen Paradigma für Kunden- und Wettbewerbsverhalten zu bewältigen. Banken stehen vor der Herausforderung, gleichzeitig ein Omni-Channel Geschäftsmodell einzuführen  während in den altbewährten Kanälen Kosten reduziert und  Kundenservice verbessert werden.

    Langfristig ist davon auszugehen, dass technologiegetriebene Veränderungen im Bankensektor genauso umfassend sein werden wie seinerzeit im Medien- und Verlagswesen. Dabei reicht es nicht, die altbewährten Geschäftsmodelle online zu replizieren und auf die neueste Generation der Smartphones und Tablets zu portieren. Die Zukunft des Bankings nutzt gezielt Informationen, um Produkte und Preise für Kunden zu personalisieren, nahtlosen Kundenservice über alle Kanäle anzubieten und dabei den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, Kundenbedürfnisse zu antizipieren und als Plattform für Crowdsourcing und Virtual Advice neben den traditionellen Kanälen zu fungieren.        

    Diese Entwicklungen werden selbstverständlich  signifikante Veränderungen in den Backoffice-Funktionen nach sich ziehen.

    Die agilsten Wettbewerber haben die Möglichkeit Kundenservice und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Bankensektors zu transformieren: Ob dabei die Gewinner aus dem etablierten Bankenumfeld oder aus anderen Segmenten kommen, bleibt offen.

  • Telekommunikation, Medien und Technologie

    Für die Telekommunikations-, Medien- und Technologiebranche bedeutet der digitale Wandel einen elementaren Umbruch. Die Veränderungen sind vor allem in drei Punkten spürbar. Erstens bevorzugen Kunden zunehmend den digitalen Kontakt. Sie sind an den täglichen Umgang mit fortschrittlichen Onlinediensten unter anderem bei Banken, Einzelhändlern und Reisebüros gewohnt. Den gleichen oder gar besseren Service erwarten sie auch von den Webseiten, Apps und anderen Onlinekanälen der Telekommunikationsanbieter. Andere Kontaktmöglichkeiten wie persönliche oder telefonische Gespräche betrachten Kunden sogar zunehmend als mühsam und angesichts der technologischen Präsenz und wahrgenommenen Leistungen der großen Telekommunikationsunternehmen als unpassend. Zweitens ebnen digitale Technologien den Weg für eine durchgängige Automatisierung der Prozesse beim Anbieter. Sie sind der Schlüssel zur dringend notwendigen Kostensenkung und Vereinfachung von Abläufen. Zu guter Letzt müssen Unternehmen innovative Möglichkeiten finden, digitale, onlinebasierte Services mit Elementen aus Telekommunikation, IT und Medien zu verbinden, wenn sie ihr Leistungsniveau aufrechterhalten wollen. Diese drei Trends werden in Kombination auch die erfolgreichsten Telekommunikationsanbieter schon in naher Zukunft stark verändern.

    Medienunternehmen müssen auf die ständig wechselnden Kundenerwartungen an die Nutzung von Inhalten reagieren. Denn die neuen Anforderungen stellen ihre traditionellen Produktions-, Distributions- und Monetarisierungskonzepte infrage. Dank technologischer Weiterentwicklungen, der zunehmend verfügbaren Breitbandtechnik und günstigen regulatorischen Vorgaben können Konsumenten frei wählen, welche Inhaltspakete sie auf dem Bildschirm ihrer Wahl erhalten möchten. Folglich sind Medienunternehmen gezwungen, ihre Geschäftsmodelle und Technologieinfrastrukturen auf völlig neue Konsummuster und -verhalten auszurichten. Jetzt die richtigen Entscheidungen bei der Auswahl von Paketen, Angeboten, Geschäftsmodellen, Vertriebskanälen und Monetarisierungsstrategien zu treffen, ist dabei von zentraler Bedeutung.

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  • Großhandel und Distribution

    Die kontinuierliche und unausweichliche Veränderung hin zu Online- und Multi-Channel-Konzepten stellt den Großhandel vor enorme Herausforderungen. Kunden sind zunehmend an schnellen, einfachen und effektiven Wegen interessiert, um an ihre gewünschten Produkte und Dienstleistungen zu kommen. Darüber hinaus schätzen sie zusätzliche Premium-Services, die zuvor nicht umsetzbar waren. „Amazon hat im B2C-Bereich unseren Kunden gezeigt, wie man es richtig macht“, merkt ein CEO an. „Damit müssen wir konkurrieren.”

    Der Markteintritt von Amazon und Google in den Großhandel wird den Trend hin zu Multi-Channel-Konzepten beschleunigen und damit schließlich die meisten Produkte erreichen. Einige Sektoren werden den Wettbewerbsdruck früher und stärker zu spüren bekommen als andere. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diejenigen Unternehmen ihr Wachstum ausbauen können, die ein differenziertes, hochwertiges und doch preiswertes Angebot schaffen und schnellstmöglich die Potenziale einer Multi-Channel-Welt für sich nutzen werden. Wer nicht handelt, wird es in diesem Umfeld schwer haben.

  • Versicherungswirtschaft

    Die Digitalisierung wird auch in der Versicherungswirtschaft zu bedeutenden Veränderungen führen. Bis dato ist das Privatkundengeschäft am stärksten von den Veränderungen im Vertriebsmix, von der durch das Internet erhöhten Preistransparenz und dem neuen Wettbewerb in Form von Onlineanbietern betroffen. So bedeutete etwa der Eintritt von Google in den europäischen Markt für Kostenvergleiche von Versicherungsprodukten einen wesentlichen Schritt für die Branche. Wir gehen davon aus, dass Veränderungen in anderen Bereichen der Versicherungswirtschaft, z. B. auch im Firmenkundengeschäft, ähnlich stark wirken werden.

    Die zweite Welle digitaler Umbrüche in der Versicherungswirtschaft wird intern ausgelöst. Denn Versicherer versuchen zunehmend, Teile ihrer Wertschöpfungskette zu digitalisieren, um Kosten zu reduzieren oder ihre Entscheidungsprozesse zu verbessern. So führen webbasierte und mobile Technologien zu einer höheren Nutzung von SB-Angeboten im Kundenservice. Außerdem können digital unterstützte Außendienstmitarbeiter und Underwriter bessere Marketing- und Preisfestsetzungsentscheidungen treffen und ein passgenaues „Segment of 1“ realisieren. Die Nutzung von innovativen Analyseinstrumenten (z. B. maschinelle Lernverfahren) wird die Branche verändern und eine echte 360°-Kundensicht mit besserem Verständnis der Verhaltens- und Risikomuster wird im kommenden Jahrzehnt eine Transformationswelle auslösen.

    Insgesamt macht es die Digitalisierung möglich, in bislang unbekanntem Umfang Informationen und Erkenntnisse aus Daten zu gewinnen sowie passgenaue und effiziente Kundenbeziehungen zu entwickeln. Für den Sektor eine Chance, für viele Marktteilnehmer eine enorme Herausforderung.

  • Einzelhandel und Konsumgüter

    Für den Einzelhandel stellen digitale Trends und der Wandel hin zu Omni-Channel-Angeboten zugleich Chancen und Risiken dar.

    Amazon und andere Onlinehändler haben das Kaufverhalten und die Erwartungen von Kunden wesentlich verändert. Diese Umwälzung bedeutet für den Einzelhandel und die Konsumgüterindustrie eine enorme Herausforderung. Zugleich bieten Omni-Channel-Konzepte eine Vielzahl an Möglichkeiten, mit Kunden zu interagieren und ihren Kaufprozess an zahlreichen Stellen zu beeinflussen − auch außerhalb der Verkaufsflächen. Umsatzverschiebungen hin zum Onlinegeschäft sowie der resultierende Abbau von Fixkosten für traditionelle Einzelhändler erfordern Anpassungen in den Filialen und eine Neuausrichtung des gesamten Filialnetzes. Mit der richtigen Positionierung erzielen sie einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.

    Darüber hinaus können digitale Lösungen für Daten und Systeme die Effizienz und Effektivität von Mitarbeitern mit Kundenkontakt enorm steigern, ganz gleich ob Filialpersonal oder Category Manager. Automatisierte Abläufe in Kundenservice und Backoffice ermöglichen Einzelhändlern, die über das nötige digitale Know-how verfügen, signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen.