Airline Economic Analysis 2013

Zum ersten Mal in der Geschichte der Luftfahrt haben US-amerikanische Low-Cost-Fluglinien mehr Umsatz auf Inlandsflügen gemacht als Netzwerkfluggesellschaften mit umfassendem Dienstleistungsangebot (zum Beispiel Lufthansa). Oliver Wymans jährlicher Airline Economic Analysis-Bericht hebt diese Entwicklung hervor und analysiert zudem weitere wichtige Veränderungen in der globalen Luftfahrtindustrie.

Die fünfte Ausgabe der jährlich erscheinenden Publikation liefert zahlreiche Analysen aus der Luftfahrtindustrie, darunter Vergleiche von Kosten und Erträgen pro Sitzmeile, inklusive Streckenbereinigung und langfristige Entwicklungen, Kraftstoffpreise, Break-even-Ladefaktoren, Zusatzeinkünfte, Flottenzusammensetzung und globale Kapazitätssteigerung aufgeschlüsselt nach Regionen.

Weitere zentrale Themen der Publikation sind die Stärkung der Position Asiens als weltweit größter Luftverkehrsmarkt, der schrumpfende Kostenabstand zwischen US-amerikanischen Netzwerk- und Low-Cost-Airlines in den letzten fünf Jahren sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck durch Ultra-Low-Cost-Carrier.

Mehr zum Thema 3D-Druckverfahren und wie diese Technologie die Kosten von Flugzeugersatzteilen senken kann, finden Sie in der „2014 MRO Survey“ von Oliver Wyman.
 

Airline Economic Analysis 2013


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Bob Hazel Antworten 4 Fragen
  • 1Welche Bedeutung hat der Aufstieg Asiens als weltweit größter Luftverkehrsmarkt für die Luftfahrtindustrie?

    Viele Jahre haben die USA und Europa die Industrie dominiert. Nun ist Asien zum größten und wachstumsstärksten Markt avanciert. Es liegt klar auf der Hand, warum sich Hersteller nun verstärkt auf den asiatischen Markt konzentrieren.

  • 2Low-Cost-Fluglinien erzielen derzeit höhere Umsätze auf Inlandsflügen als Netzwerk-Carrier. Welche Folgen sind für die Industrie zu erwarten?

    Zum ersten Mal in der Geschichte der Luftfahrt haben in diesem Jahr US-amerikanische Low-Cost-Airlines auf Inlandsflügen mehr Umsatz pro Sitzmeile generiert als Netzwerkflug-Carrier. Hier muss hinzugesagt werden, dass Billigfluglinien kürzere Strecken fliegen, die schon an sich höhere Erträge pro Fluggast generieren. Dennoch ist dies ein Zeichen des Wandels. Die höheren Umsätze werden kurzfristig wahrscheinlich auch zu steigenden Gewinnen führen – ein Umfeld, in dem eine neue Gruppe von Ultra-Low-Cost-Airlines entstehen könnte.

  • 3Wie können Netzwerk-Carrier mit ihren Wettbewerbern aus dem Low-Cost-Segment Schritt halten?

    Netzwerk-Carrier haben grundsätzlich noch immer Schwierigkeiten, auf Inlandsflügen Gewinne zu erzielen. Daher expandieren sie stattdessen weltweit und betrachten Inlandsstrecken als Zubringer für ihre internationalen Routen. Wollen jedoch Netzwerk-Carrier sich langfristig mit ihrem Streckennetz behaupten, müssen sie auch beim Inlandsgeschäft Gewinnpotenziale ausfindig machen.

  • 4Was passiert, wenn Kunden realisieren, dass Ultra-Low-Cost-Carrier durch zusätzliche Gebühren gar nicht günstiger sind als Netzwerk-Carrier?

    Einige Ultra-Low-Cost-Carrier splitten ihre Produkte so weit es geht auf, berechnen niedrige Basistarife und hohe Zusatzgebühren. Insgesamt kommen Kunden jedoch häufig auf den gleichen Preis wie bei den traditionellen Netzwerk-Carriern mit teureren Basistarifen und günstigeren Zusatzgebühren. Die Frage ist, ob diese Situation weiter anhält oder ob die traditionellen Fluggesellschaften Wege finden, die hohen Umsätze der Vergangenheit zurückzuerobern.