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Perspectives on Manufacturing Industries 2014

Die neue Ausgabe unseres Branchenmagazins für die Entscheider im Maschinen- und Anlagenbau enthält zahlreiche Beiträge zu den Chancen und Handlungsoptionen von Industrieunternehmen. Viele sind in den vergangenen Jahren erfolgreich gewachsen und konnten Reserven aufbauen. Trotzdem haben sich die Unternehmen bei Firmenkäufen eher zurückgehalten – mit Ausnahme chinesischer Firmen. M&A kann jedoch ein wichtiger Schachzug im Wachstums- und Konsolidierungsspiel sein, wenn grundlegende Erfolgsfaktoren beachtet werden.

Wer allerdings im zunehmend globalen Wettbewerb bestehen will, braucht mehr. Die Globalisierung der gesamten Wertschöpfungskette muss hierzu umgesetzt werden – vom Einkauf über Engineering und Produktion bis hin zum Vertrieb sowie der Organisation als Ganzes.

Ein weiterer Erfolgsfaktor der Zukunft verbirgt sich hinter dem Schlagwort „Industrie 4.0“. Im Interview geht Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Präsident des VDI Verein Deutscher Ingenieure, der Substanz des Themas sowie der Haltung der fertigenden Industrie gegenüber den Herausforderungen von Digitalisierung und Vernetzung auf den Grund.

Schließlich wird es aber auch in Zukunft auf den Blick für die wesentlichen Hebel der operativen Ergebnisoptimierung ankommen. Besonders ertragsstarke, von vielen Unternehmen noch nicht voll ausgeschöpfte Ansätze liegen beispielsweise in der Produktkostensenkung und dem Ersatzteil-Pricing. Das Drehen an der richtigen Stellschraube kann hier den Unterschied zwischen Vor- und Nachteil im Wettbewerb ausmachen.

 

Stolpersteine bei Akquisitionen

Maschinen- und Anlagenbauer müssen im M&A-Prozess die richtige Strategie anwenden. Um das neu erworbene Unternehmen erfolgreich zu integrieren, sollten einige Dinge beachtet werden.

Die häufigsten Fallstricke bei einer Post Merger Integration (PMI) sind ein unzureichend vorbereiteter Integrationsprozess ("Pre-Closing"), eine unzureichende kulturelle Einbindung des neuen Unternehmensteils sowie die Unterschätzung des Integrationsprozesses an sich. Darüber hinaus wird in vielen Fällen der PMI-Prozess nicht konsequent genug mit den Zielen einer Übernahme in Einklang gebracht. Das kann auf der einen Seite zu einem exponentiellen Anstieg der benötigten Kosten und Zeit führen. Auf der anderen Seite steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass wichtige Meilensteine zur Erfüllung der Transaktionsziele nicht erreicht werden. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, den PMI-Prozess schon weit vor dem Geschäftsabschluss zu starten.

Perspectives on Manufacturing Industries 2014

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Thomas Kautzsch Beantworten 4 Fragen
  • 1WIE KÖNNEN UNTERNEHMEN IM M&A-GESCHÄFT ERFOLGREICH SEIN?

    Eine aktuelle Oliver Wyman-Analyse zum Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt, dass sowohl die Unternehmen, die viele als auch diejenigen, die keine Akquisitionen tätigen, in etwa die gleiche Aktienrendite erzielen. Unternehmen, die hier zögerlich agieren, sind hingegen weniger erfolgreich. Wenn Unternehmen dieses Spiel erfolgreich mitspielen wollen, müssen sie regelmäßig auf Transaktionen setzen.

  • 2WELCHE GRÜNDE SPRECHEN FÜR M&A?

    Akquisitionen können in vielfacher Hinsicht strategisch sinnvoll sein. Langfristig werden Akquisitionen in dieser Branche aus drei hauptsächlichen Motiven erfolgen: Die Positionierung im Mittelstand kann ein Grund für Unternehmen sein, in dieses Wachstumsgeschäft einzusteigen oder es auszubauen. Ein zweiter wichtiger Grund ist die Akquisition von Unternehmen, um das eigene Angebot abzurunden. Und drittens Diversifikation.

  • 3WIE GEHEN WESTLICHE HERSTELLER MIT DEM WETTBEWERB AUS DEN SCHWELLENLÄNDERN UM?

    Die Zahl der Akquisitionen europäischer Unternehmen in Asien in den letzten Jahren ist so gut wie unverändert. Jedoch haben Akquisitionen asiatischer Unternehmen in Europa um 700 Prozent zugenommen. Daher glauben 68 Prozent der führenden Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau laut unserer Studie, dass eine deutsche Firma aus ihrem Segment in den nächsten fünf Jahren von einem Unternehmen aus einem Schwellenland aufgekauft werden wird.

  • 4WAS SIND NEBEN M&A WEITERE ERFOLGSFAKTOREN FÜR HERSTELLER?

    Hersteller müssen die Prinzipien der Globalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette anwenden − vom Einkauf über Operations bis hin zum Vertrieb. Der Erfolg der Unternehmen wird nach wie vor stark von den wichtigsten Stellschrauben im operativen Geschäft abhängen. Verbesserungen in Bereichen wie Preisgestaltung von Ersatzteilen oder individuelle Ansätze für Produktkostensenkung können große Auswirkungen auf das Ergebnis haben.