Auto-Studie: Ein Drittel der Deutschen präferiert batterieelektrisches Fahrzeug gegenüber Verbrenner – große Chance für heimische Hersteller

München, 9. Februar 2026 – Eine kürzlich durchgeführte Studie der globalen Managementberatung Oliver Wyman, ein Unternehmen von Marsh, zeigt: Ein Drittel (31 %) der deutschen Verbraucher würden innerhalb der nächsten 12 Monate voraussichtlich ein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) leasen oder kaufen. Die am 1. Januar 2026 in Kraft getretene Förderung für den Kauf und das Leasen von Elektroautos dürfte den bestehenden Rückenwind für die Elektromobilität weiter verstärken und zu einer erhöhten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen führen, was positive Effekte auf Umwelt und Automobilindustrie in Deutschland haben kann.

Die Studie „BEV Consumer Sentiment in Germany“ befragte über 1.000 Teilnehmende und zeigt, dass Interesse und Kaufabsicht zunehmen und die Elektrifizierung an Fahrt gewinnt. Besonders ausgeprägt ist dies bei jüngeren Zielgruppen; deutsche BEVs werden bei Kernmerkmalen wie Qualität, Sicherheit und Markenvertrauen als besonders stark wahrgenommen.

Gleichzeitig ergibt die Studie ein differenziertes Bild: 43 Prozent der Befragten sehen Deutschland als Hersteller der wettbewerbsfähigsten BEVs, gleichzeitig nennen jedoch 42 Prozent ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis als Grund, warum sie ein chinesisches BEV in Betracht ziehen würden, während 34 Prozent deutsche Fahrzeuge wegen Qualität und Sicherheitsaspekten bevorzugen. Damit besteht für deutsche Hersteller eine erkennbare Chance, ihre Stärken in Qualität, Sicherheit und Vertrauen weiter auszubauen und zugleich an Preis und Software- und Digitalfunktionen zu arbeiten.

Die Studie dokumentiert zudem gesteigertes Interesse an deutschen BEVs nach der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2025: mehr als 40 Prozent der Befragten berichten von einem erhöhten Interesse nach den dort gezeigten Einführungen. Diese Dynamik unterstreicht, dass kontinuierliche Produktinnovationen und Marktaktivitäten, etwa regelmäßige Markteinführungen, attraktive Vorbestell- und Test-Erfahrungsformate, das Momentum verstärken können.

„Die Ergebnisse bestätigen: Deutschland hat die Grundlagen, um ein globales BEV-Marktzentrum zu werden. Jetzt kommt es darauf an, Preisargumente und digitale Stärken noch gezielter zu besetzen, um das vorhandene Vertrauen in Qualität und Sicherheit in klare und schnelle Kaufentscheidungen zu verwandeln“, sagt Simon Schnurrer, Partner bei Oliver Wyman. Wenn es deutschen Herstellern gelingt, die Preispositionierung durch innovative Fahrzeugarchitekturen zu schärfen, ihre Software und After-Sales-Ökosysteme auszubauen und Markteinführungen konsequent mit kundenorientierten Go-to-Market-Maßnahmen zu verknüpfen, können sie die ansteigende Kaufbereitschaft in nachhaltige Marktanteilsgewinne überführen. „Das ist eine Chance, die Wertschöpfung der Automobilbranche in Europa zu erhalten und sogar zu steigern”, so Schnurrer weiter.

 

Über die Studie

Die Studie “BEV Consumer Sentiment in Germany” basiert auf einer Online-Befragung mit 1.020 Teilnehmenden in Deutschland aus dem November 2025.

 

Über Oliver Wyman

Oliver Wyman ist ein Unternehmen von Marsh (NYSE: MRSH), einem weltweit führenden Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Risikomanagement, Rückversicherung und Kapital, Personalwesen und Investitionsmanagement sowie Strategieberatung. Mit Kunden in 130 Ländern, einem Jahresumsatz von über 24 Milliarden US-Dollar und mehr als 90.000 Mitarbeitenden bringt Marsh verschiedene Perspektiven zusammen und unterstützt Kunden dabei, ihre Ziele zu erreichen. Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf oliverwyman.de oder folgen Sie uns auf LinkedIn und X.

 

Pressekontakt:

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